Nebenjob

Immer mehr Menschen üben neben ihrem Hauptberuf noch einen so genannten Nebenjob aus. Das ist auch nicht weiter verwunderlich denn schließlich genießt man mit dieser Tätigkeit nicht nur steuerliche Vorteile sondern kann sich etwas dazu verdienen. In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und schlechter Wirtschaft ist es also für viele Personen sinnvoll, sich nach einer entsprechenden Nebentätigkeit umzusehen. Doch welche Möglichkeiten gibt es und worauf sollte man dabei achten?

Worum genau handelt es sich eigentlich genau bei einer so genannten Nebentätigkeit? Man spricht eigentlich immer dann von einem Nebenjob, wenn diese Arbeit zusätzlich zum Hauptarbeitsverhältnis ausgeübt wird. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Stunden man arbeitet und wie hoch der Verdienst ist.

Viele werden sich jetzt fragen, ob man seinen Arbeitgeber über eine geplante Nebentätigkeit informieren muss. Die Antwort auf diese Frage lautet eigentlich grundsätzlich nein. Doch es gibt auch Nebentätigkeiten die nicht zulässig sind. Das gilt insbesondere dann, wenn man seinem Hauptarbeitgeber in irgendeiner Form Konkurrenz macht. Natürlich sollte man seine Nebentätigkeit auch nicht dann ausüben, wenn man krankgeschrieben ist und vorallem dann nicht, wenn dadurch der Heilungsprozess verzögert wird.

Doch wo findet man eigentlich die besten Nebenjobs? Diese Frage sollte man sich natürlich stellen bevor man sich auf die Suche nach einer entsprechenden Tätigkeit macht. Das Internet bietet in diesem Zusammenhang viele wertvolle Möglichkeiten. Es ist online nicht nur möglich, sich über die verschiedenen Optionen zu informieren. Auf entsprechenden Portalen kann man sich beispielsweise auch direkt über Stellenangebote in diesem Bereich informieren und in vielen Fällen ist es sogar möglich, die Bewerbung online abzuschicken. Das gilt jedoch nicht immer denn einige Arbeitgeber verlangen nach wie vor eine Bewerbung in klassischer Form auf dem Postweg. Man sollte sich also diesbezüglich genau informieren denn ansonsten stehen die Chancen eher schlecht. Schließlich werden fehlerhafte Bewerbungen meistens schon von Vornherein aussortiert und wandern auf direktem Weg in den Mülleimer oder werden zurückgeschickt.

Wie sieht es eigentlich mit den Steuern aus wenn man sich für eine Nebentätigkeit entscheidet? Das kommt ganz auf den Verdienst an. Grundsätzlich kann man sagen, dass sämtliche Tätigkeiten bei denen die Grenze von 400 Euro pro Monat nicht überschritten wird, von der Steuer befreit sind. Das heißt, dass der Arbeitnehmer Brutto wie Netto ausgezahlt bekommt. Ganz anders sieht das für den Arbeitgeber aus, denn dieser muss auch bei den so genannten Minijobs Steuern entrichten und diese liegen in aller Regel bei ca. 30%. Übrigens spielt es keine Rolle wie viele Nebentätigkeiten man annimmt, so lange man nicht zusammen auf einen Verdienst von über 400 Euro pro Monat kommt. Wer also beispielsweise 3 Nebentätigkeiten ausübt, welche mit jeweils 100 Euro pro Monat vergütet werden, ist trotzdem nicht steuerpflichtig. Wichtig ist nur, dass die Arbeitgeber untereinander über die anderen Beschäftigungsverhältnisse informiert sind.

Welche Punkte müssen noch beachtet werden, wenn man sich für eine solche Tätigkeit interessiert? Es gibt beispielsweise eine Höchstgrenze für Arbeitszeiten und diese liegen in Deutschland bei 10 Stunden pro Tag. Man sollte also unbedingt darauf achten, dass man diese Grenze nicht überschreitet da man ansonsten diverse Probleme bekommen könnte.

 

Natürlich hat der Hauptarbeitgeber ein Interesse daran, dass der Arbeitnehmer nicht durch seine Nebentätigkeit in erheblicher Weise bei der Ausführung seines Berufes eingeschränkt wird. Wenn also beispielsweise ein Krankenpfleger nebenberuflich als Mauerer arbeitet und aufgrund der erhöhten Belastung nicht mehr in der Lage ist, seinem Hauptberuf richtig nachzugehen, kann dies unter Umständen bereits zur Kündigung führen. Auch hier ist also größte Vorsicht geboten denn schließlich möchte man nicht hinterher das Nachsehen haben.

Wer hauptberuflich als Beamter arbeitet muss ebenfalls spezielle Regeln beachten. Hiervon sind auch beispielsweise Soldaten aber auch Richter betroffen. Diese müssen ihren Nebenjob nämlich genehmigen lassen und sind daher verpflichtet diesen anzugeben. Auf beinahe alle anderen Berufsgruppen trifft diese Vorschrift jedoch nich zu. Man sollte sich also auch hier besser genau informieren bevor man sich für eine Nebentätigkeit entscheidet. Für Beamten gelten nämlich grundsätzlich etwas andere Regeln und diese sind im so genannten Beamtenstatusgesetz festgelegt worden. Es kann also durchaus sinnvoll sein, einen Blick auf diese Vorschriften zu werfen.

Wer beispielsweise im öffentlichen Dienst arbeitet, musste seinen Nebenjob bis vor wenigen Jahren genehmigen lassen. Dies trifft heute jedoch nicht mehr zu, trotzdem ist man auch hier verpflichtet, seine Nebentätigkeit anzuzeigen.

Neben dem Internet gibt es übrigens noch viele andere Möglichkeiten, sich über dieses Thema zu informieren. Auch in Printmedien sind immer wieder Stellenanzeigen dieser Art zu finden und oft lohnt es sich, einen Blick in die Tageszeitung zu werfen. Normalerweise gibt es für diesen Bereich eine spezielle Rubrik, welche man im hinteren Teil findet. Das Internet und die Zeitung sind also geeignete Wege, um an einen Nebenjob zu kommen, doch gibt es noch weitere? Oft ist es empfehlenswert, sich persönlich vorzustellen. Natürlich sollte man in diesem Fall darauf achten, dass man seine Bewerbungsunterlagen mitnimmt, da man diese in der Regel da lassen muss. Auch sollte man auf gepflegtes Äußeres und bestimmte andere Dinge wie höfliche Umgangsformen achten.

Wer seinen Hauptberuf bereits seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten ausübt und sich dementsprechend lange Zeit nicht mehr beworben hat, sieht sich oft mit bestimmten Hürden konfrontiert. Schließlich ändert sich die gewünschte Bewerbungsform alle paar Jahre. Es ist also sehr wichtig, dass man in diesem Fall ein so genanntes Bewerbungstraining absolviert oder sich zumindest im Internet über die neuen Bewerbungsformen informiert. Während man beispielsweise noch vor wenigen Jahren den Familienstand und die Religionsangehörigkeit angeben musste, gibt es heute sogar Bewerbungen ohne Foto und Namen, da somit nicht erkennbar ist, um welches Geschlecht es sich handelt. Im Zweifel kann man natürlich auch anrufen und fragen, welche Unterlagen erwünscht sind und wie diese genau aussehen sollen denn oft haben die Betriebe diesbezüglich ganz unterschiedliche Vorstellungen.

Man kann also zusammenfassend sagen, dass man einiges beachten muss, wenn man sich für eine Nebentätigkeit interessiert. Das Internet bietet in diesem Zusammenhang sicherlich die beste Möglichkeit um sich über diese Thematik zu informieren. Oft kann man sich im Anschluss sogar direkt verschiedene Stellenangebote durchlesen und sich danach in manchen Fällen auch online bewerben. Wer diese Tipps beherzigt, sollte eigentlich keine Probleme haben, einen geeigneten Nebenjob zu finden.